Oben sehen Sie einen Verlauf der Hörkurve im Tonaudiogramm. Ein ähnliches Muster des Verlaufs ist bei vielen anderen Betroffenen erkennbar.
In diesem Beispiel sind besonders die tiefen Frequenzen betroffen und daher schlecht hörbar.
Die Otosklerose ist die Erkrankung eines Knochens, der die Hörschnecke umgibt, man nennt ihn Labyrinthkapsel. Die Otosklerose beginnt mit einer Schallleitungsschwerhörigkeit im Mittelohr, da der Steigbügel verkalkt und nicht mehr frei schwingen kann. Später kann die Otosklerose aber auch auf das Innenohr übergehen. In erster Linie sind Frauen (fast doppelt so oft wie Männer) zwischen 20 und 40 Jahren betroffen.
Meist beginnt die Otosklerose auf einem Ohr, später kann auch das andere Ohr in Mitleidenschaft gezogen werden. Oft ist die Erkrankung von einem unangenehmen Tinnitus (im Tieftonbereich) begleitet. Nach langer Erkrankungsdauer kann die Otosklerose bis zur Ertaubung führen. Patienten mit Otosklerose können interessanterweise entgegen den anderen Betroffenen oft in geräuschvoller Umgebung besser verstehen als in Stille.