Gründe für die Hörminderung

Nicht nur die Symptome sind vielseitig, auch die Gründe und Ursachen für den Hörverlust:

Ursache Nummer Eins: Lärm

Wenn das Gehör seine Leistungsfähigkeit verliert, kann das verschiedene Ursachen haben. Die wichtigste ist Lärm. Das beginnt schon bei einer Belastung mit 85 Dezibel. Dies entspricht einer Hauptverkehrsstraße. Doch auch Hobbies wie Motorradfahren, Heimwerken oder Spielen in einer Band können das Gehör stark belasten.

Auslöser Medikamente

Lange bekannt ist auch, dass Medikamente den Hörnerv schädigen können. So zum Beispiel bestimmte Antibiotika und Krebsmedikamente. Selbst vermeintlich harmlose Schmerzmittel wie Acetylsalicylsäure (ASS) können in höherer Dosis das Hörvermögen vorübergehend beeinträchtigen.

Krankheiten mit Folgen

Zum Glück immer seltener: bleibende Hörschäden durch Kinderkrankheiten wie Masern oder Mumps. Erwachsenen droht eine Hörminderung heute eher durch einen Hörsturz. Auch wer unter Bluthochdruck, einem zu hohen Cholesterinspiegel oder Diabetes leidet, läuft statistisch eher Gefahr, einen Ohrinfarkt zu erleiden. Eine weitere Krankheit, die das Hörvermögen beeinträchtigt, ist die Otosklerose. Dabei versteifen die Gehörknöchelchen so, dass der Schall nicht mehr richtig ins Innenohr weitergeleitet wird.

Genetische Schwerhörigkeit

Daneben gibt es auch verschiedene Formen der erblich bedingten Schwerhörigkeit. Diese kann sich schon beim Baby oder erst in späteren Jahren zeigen. Gibt oder gab es in Ihrer Familie bereits Fälle einer frühen Hörminderung, kann sich dies auf die nächste Generation übertragen. Eine genetische Untersuchung gibt hier Aufschluss.