Hörschwäche durch Tinnitus

Frauen mit Tinnitus-Hörschwäche spatzieren am Strand


Das „Pfeifen im Ohr“ ist für viele Menschen zur Dauerbelastung geworden und schränkt die Lebensqualität der Betroffenen erheblich ein. In den letzten Jahrzehnten ist die Anzahl der chronischen Tinnitus-Patienten stark angestiegen.

Was ist Tinnitus eigentlich?

Unter dem Begriff „Tinnitus“ versteht man Geräusche, die in einem oder beiden Ohren wahrgenommen werden. Die Geräusche können ständig oder gelegentlich wiederkehrend auftreten und werden sehr unterschiedlich beschrieben, z. B. als Rauschen, Pfeifen, Zischen, Pulsieren. Auch die Lautstärke des Tinnitus ist individuell sehr unterschiedlich.

Die Ursachen für Tinnitus sind vielfältig und oft schwer zu diagnostizieren. In den meisten Fällen kann nur das Symptom – also das „Pfeifen im Ohr" – behandelt werden.

Welche Behandlungsmöglichkeiten habe ich als Tinnitus-Patient?

Für viele Betroffene bietet die Tinnitus Retraining Therapie (TRT) bei der Behandlung von Tinnitus neue Perspektiven auf ihrem Weg zu mehr Lebensqualität.

Ziel der Therapie ist es, die vom Tinnitus gestörte „Geräuschflut“ wieder unter Kontrolle zu bringen. Das heißt: Das Gehirn lernt wieder, Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden. Um dies zu erreichen, wird ein sogenannter „Noiser“ genutzt. Dabei handelt es sich um eine Art Rauschgenerator, der das eigentliche Tinnitusgeräusch unterschwellig auslöscht. So wird die Konzentration des Betroffenen vom „Pfeifen im Ohr“ abgelenkt, und der Patient erlebt unmittelbar eine Entlastung.

Während der Dauer der Therapie arbeiten die Betroffenen mit einem HNO-Arzt, einem Psychologen und einem Hörakustiker zusammen. Bei Bedarf werden auch andere Fachärzte wie Neurologen oder Zahnärzte hinzugezogen. Diese interdisziplinäre Herangehensweise unterstützt sie Schritt für Schritt auf ihrem Weg zu einem weitgehend beschwerdefreien Leben.