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Musikkonzerte besuchen, in der eigenen Werkstatt basteln oder auf dem Motorrad durch die Landschaft brausen – Hobbies wie diese sind für viele Menschen der schönste Teil ihrer Freizeit. Doch so viel Spaß wir dabei auch haben: Die Lautstärke von solchen Aktivitäten über viele Jahre hinweg kann einen Hörverlust zur Folge haben. Schwerhörigkeit im Alter ist das Ergebnis aller Geräusche, die unser Gehör seit der Geburt verarbeiten musste. Denn: Das Gehör vergisst nichts.

Ein beständig hoher Lautstärkepegel gilt als eine der Hauptursachen für vermindertes Hörvermögen. Bei Vitakustik bieten wir deshalb den passenden Hörschutz für jeden Bedarf an. Doch auch Infektionen, angeborene Defekte und Krankheiten sowie Stress können zu Hörverlust führen. Auch hier hilft Ihnen Vitakustik mit Hörgeräten modernster technologischer Standards weiter.
Publikum im Konzert

Hörverlust erkennen und verstehen

Einen Hörverlust zu erkennen ist nicht einfach. Häufig treten die Symptome schleichend auf, so dass sich das Gehirn an die Veränderungen anpassen kann und der Hörverlust kaum wahr- oder nicht ernst genommen wird. Mit zunehmendem Lebensalter ist es normal, dass das Hörvermögen durch kontinuierliche Beanspruchung unseres sensiblen Hörorgans nachlässt.

Neben diesem natürlichen Altershörverlust gibt es eine Reihe weiterer Ursachen, die zu vermindertem Hören bereits in jungem und erwachsenem Alter führen. Eine der Hauptursachen ist Lärm, dem wir zunehmend ausgesetzt sind.
Aber auch Infektionen sowie Stress können zu vorübergehendem oder permanentem Hörverlust führen. Die Symptome, die sich entwickeln, sind vielfältig – grob gesagt nimmt man die Umgebungsgeräusche entweder zunehmend leiser wahr oder es werden bestimmte Frequenzen schwerer hörbar.

Durch einen Hörverlust fühlen sich viele Menschen eingeschränkt, da sie Gesprächen nur noch schwer folgen können; dadurch ziehen sie sich häufig aus der sozialen Umgebung zurück. Werden Hörprobleme jedoch frühzeitig erkannt und ernst genommen, sind die Behandlungsaussichten erfolgreich. Vor allem das direkte soziale Umfeld kann hierbei helfen und den Betroffenen darauf aufmerksam machen, wenn dieser beispielsweise wiederholt ungewöhnlich laut redet, häufiger nachfragen muss oder den Fernseher lauter stellt.

Ein kurzer Online-Hörtest, den Sie auf unserer Seite finden, kann bereits erste Hinweise geben. Weiterführend beraten wir Sie gern kompetent rund um das Thema Gehör und Hörgeräte.

Formen der Hörschwäche

Ursachen sowie Formen der Hörschwäche sind vielfältig. Es können ein- oder beidseitig das äußere Ohr, das Mittel- oder das Innenohr betroffen sein. Zudem wird zwischen einer vorübergehenden und einer permanenten (länger als 48 Stunden dauernden) Schwerhörigkeit – auch Schwellenverschiebung genannt – unterschieden. Sind Außen- und Mittelohr betroffen, so ist häufig die Weiterleitung des Schalls an das Innenohr geschädigt. Diese Form nennt sich Schallleitungsschwerhörigkeit. Bei einem sensorineuralen Hörverlust ist unser eigentliches Hörorgan, die Cochlea (Gehörschnecke), betroffen.

Es gibt auch Formen der Hörschwäche, bei der beide Arten kombiniert sind. Ein plötzlicher Hörverlust, der durch unerwartet auftretende laute Geräusche wie einen Knall oder einen Schlag auf den Kopf ausgelöst wird, nennt sich Hörsturz. Neben diesen Formen gibt es auch genetisch bedingte Hörschwächen oder eine auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung. Bei letzterer Form funktioniert das Ohr selbst einwandfrei, jedoch liegen Störungen der Hörverarbeitung auf Gehirnebene vor. Die Ursachen dafür sind noch nicht belegt.
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Schallleitungsschwerhörigkeit

Diese Art der Hörbeeinträchtigung betrifft akut oder permanent die mechanische Weiterleitung des Schalls über das Außen- und Mittelohr ins Innenohr. Auslöser sind vielfältig, so kann ein Fremdkörper oder eingedrungenes Waser den Schall beeinträchtigen oder völlig herabsetzen.

Aber auch durch eine Mittelohrentzündung, Verknöcherungen, Tumore, eine Trommelfellperforation oder angeborenen Fehlbildungen kann das Hörvermögen in Mitleidenschaft gezogen werden. Bei dieser Form des Hörverlustes sind nicht bestimmte Frequenzen betroffen, sondern das gesamte Klangspektrum, und Geräusche werden leiser wahrgenommen – Leidtragende berichten davon, dass man „wie durch Watte“ hört.

Ein großer Teil der Auslöser bei einer Schallleitungsschwerhörigkeit – auch konduktive Schwerhörigkeit genannt – ist gut behandelbar, da nicht permanent, insofern sie schnell erkannt werden und ein entsprechender Arzt aufgesucht wird. Dieser stellt sicher, dass die mechanische Kette der Schallweiterleitung vom äußeren Ohr ins Innenohr durch die richtige Behandlungsmethode wieder optimal hergestellt wird. Liegen schwerwiegendere Ursachen wie eine Otosklerose zugrunde, hilft oft der Einsatz eines Hörgeräts, um das Hörvermögen wiederherzustellen.

Sensorineuraler Hörverlust

Bei einem sensorineuralen Hörverlust, der Schallempfindungsschwerhörigkeit, ist das Innenohr, der Sitz des eigentlichen Hörorgans, betroffen. Verschiedene Schädigungen führen dazu, dass bestimmte Frequenzen nicht mehr wahrgenommen, in Signale übersetzt und an den Hörnerv ins Gehirn weitergeleitet werden können. Man könnte diese Form des Hörverlusts besser als Fehlhörigkeit beschreiben, denn die Lautstärke ist in der Regel nicht betroffen. In unserem Innenohr sitzt die Cochlea, die Gehörschnecke, samt Bogengängen. Darin befinden sich feine Haarsinneszellen, die kleinste Reize wahrnehmen. Sind diese verklebt, beschädigt oder fehlen, oder ist der weiterleitende Nerv geschädigt, kommt es zum Hörverlust. Auslöser können eine angeborene Fehlbildung oder äußere Einflüsse sein. Neben der beinahe unvermeidlichen Altersschwerhörigkeit (Presbyakusis) oder genetischen Vorbedingungen kann die Hörbeeinträchtigung im Innenohr durch Infektionen, Lärm oder bestimmte Arzneimittel ausgelöst werden. Bei über 80% aller Fälle liegt ein solcher sensorineuraler Hörverlust vor. Eine medizinische Wiederherstellung der zerstörten Haarsinneszellen oder Nerventeile ist bislang nicht möglich. Dank eines Hörgeräts können die betroffenen Frequenzbereiche jedoch wieder hörbar gemacht werden. Bei Vitakustik finden Sie eine breite Auswahl an technologisch modernsten Hörgeräten für individuelle Ansprüche.

Kombinierter Hörverlust

Grauhaarige Frau am Strand

Bei einem kombinierten Hörverlust ist sowohl die Schallleitung als auch die Schallempfindung beeinträchtigt, es sind also alle Abschnitte des Ohrs in irgendeiner Form betroffen. Je nach Ursache kommen verschiedene Behandlungsmethoden zum Einsatz. Medikamente können bei leichten Formen ausreichen, andernfalls kann ein operativer Eingriff nötig sein oder die Verwendung eines Hörgeräts. Krankheiten, Schädeltraumata, negative Reaktionen auf bestimmte Arzneimittel, Flüssigkeitsansammlungen oder hohe Lärmpegel können zu einem solchen kombinierten Hörverlust führen.

Menschen mit einem kombinierten Hörverlust nehmen einerseits Geräusche leiser wahr und haben noch dazu eine eingeschränkte Frequenzwahrnehmung. In jedem Fall ist bei einem Arzt abzuklären, welche Formen der Hörschwäche exakt zugrunde liegen, denn eine leichte Form der Schallleitungsschwerhörigkeit ist eventuell schnell zu beheben. So kann die Hörleistung des Betroffenen bereits ein wenig verbessert werden, bevor die entsprechenden Maßnahmen zu einer verbesserten Frequenzwahrnehmung eingeleitet werden.
 

Symptome

Je nach Form der Hörschädigung unterscheiden sich die Symptome signifikant. Nimmt der wahrnehmbare Frequenzbereich ab, das heißt, werden hohe Töne nur noch schlecht oder gar nicht mehr wahrgenommen, sondern lediglich mittlere und tiefe Frequenzen, deutet alles auf eine Schädigung des Innenohrs, der Cochlea und den Haarsinneszellen, hin.
In diesem Fall ist lediglich das Frequenzspektrum, nicht aber die Lautstärke betroffen; die Töne, die gehört werden, haben ein normales Volumen. Laute, die in höheren Frequenzen gesprochen werden, sind vor allem Zischlaute, also sch, s oder f. Das gesprochene Wort kommt durch unvollständige Transduktion verändert im Gehirn an. Sind alle Töne des gesamten Frequenzspektrums von einer verminderten Wahrnehmung betroffen, lässt dies eine konduktive, also Schallleitungsschwerhörigkeit vermuten.
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Die Betroffenen nehmen Töne in verringerter Lautstärke wahr. Tückisch ist hier, wenn der Prozess langsam voranschreitet, da der Unterschied zum normalen Hörvermögen häufig erst sehr spät wahrgenommen wird.
 

Ursachen

Eine der häufigsten Ursachen für Schwerhörigkeit ist das zunehmende Alter. Daneben gibt es eine vielfältige Anzahl an Auslösern für die verschiedenen Formen des Hörverlustes, die entweder schleichend das Gehör beeinträchtigen oder akut auftreten.

Akute Hörminderung ist beispielsweise ein Hörsturz, bei dem noch weitere Symptome wie Tinnitus oder Schwindel hinzukommen können. Eine Mittelohr- oder Gehörgangentzündung führt durch Schwellungen oder Wundflüssigkeit ebenfalls zur Beeinträchtigung des Hörens. Dies kann allerdings nur ein Arzt erkennen/diagnostizieren.

Ein Knall- oder Explosionstrauma ist eine verbreitete Ursache bei akutem Hörverlust. Bei stetiger Lärmbelästigung über einen langen Zeitraum hinweg setzt der Hörverlust schleichend ein und wird oft erst spät erkannt.

Einige Infektionen wie die Menière-Krankheit, die sich auf das Innenohr ausbreiten können, beeinträchtigen auch das der Cochlea benachbarte Gleichgewichtsorgan, sodass neben Hörverlust auch Ohrgeräusche und Schwindel auftreten können. In jedem Fall ist das Abklären mit einem Arzt zu empfehlen, um Langzeitfolgen möglichst zu verhindern.
Männer fahren Rad

Behandlung von Hörverlust

Hörverlust ist in der Regel gut behandelbar. Leichte Formen, die insbesondere das äußere Ohr oder das Mittelohr betreffen, können oft schon medikamentös oder dank kleinerer Eingriffe beim HNO-Arzt behoben werden.

Bemerken Sie eine Veränderung in Ihrem Hörvermögen, so suchen Sie zeitnah einen HNO-Arzt oder Hörspezialisten auf.
Dank verschiedener Methoden wird eine Diagnose gestellt, die dann die richtige Behandlung zur Folge hat. Sind nach einer Erstuntersuchung Schädigungen im von außen zugänglichen Bereich, also im Gehörgang oder am Trommelfell, auszuschließen, werden verschiedene Tests durchgeführt, die die Wahrnehmung verschiedener Lautstärken und Frequenzbereiche untersuchen.

Die Ergebnisse werden in einem Audiogramm festgehalten, aus dem die richtige Diagnose gelesen und die passende Behandlungsmethode festgesetzt wird. Besonders bei sensorineuralem Hörverlust schaffen Hörgeräte oder Cochlea Implantate gute Abhilfe, so dass die Betroffenen wieder voll am sozialen Leben teilnehmen können.

Setzen Sie sich bei Fragen mit uns in Verbindung. Wir schicken Ihnen Infomaterial zu oder vereinbaren mit Ihnen einen Termin in einem unserer Fachgeschäfte. Gern können Sie dort verschiedene Hörgeräte probetragen, damit Sie das für sich richtige finden.
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