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Unser Gehör ist ein sehr sensibles Organ, das einem steten Geräuschpegel ausgesetzt ist. Im Gegensatz zu den Augen können die Ohren nicht von Natur aus verschlossen werden. Hierfür benötigt es einen separaten Gehörschutz. So werden die Ohren auch während eines Disko-Besuchs oder in einer sehr lauten Arbeitsumgebung bestmöglich geschützt und man hat gute Aussichten, noch lange gut hören zu können. Auch wer einen leichten Schlaf hat, ist mit einem Gehörschutz gut beraten, um erholt in den Tag zu starten.

Warum ein Gehörschutz?

Warum überhaupt wird Gehörschutz empfohlen? Wer braucht so etwas und was bewirkt ein Gehörschutz? Lärm und ein stetiger Geräuschpegel sind in unserer Welt allgegenwärtig. Insbesondere in Städten ist es niemals still. Autos, Musik, Menschenstimmen, Maschinen – all das ist unseres Gehörs ständiger Begleiter. Selbst wenn wir die Umgebungsgeräusche nicht bewusst wahrnehmen, haben sie dennoch einen Effekt auf unser Gehör, unseren Körper und die Psyche. Wer beispielsweise an einer Hauptverkehrsstraße wohnt, ist die Geräusche gewohnt und nimmt sie nur noch im Unterbewussten wahr. Nachgewiesen ist jedoch, dass auch hier durch die pausenlose Lärmemission übermäßige Stresshormone ausgeschüttet werden. Das hat langfristig Einfluss auf unser vegetatives Nervensystem. Hoher Blutdruck und ein Anstieg der Herzfrequenz ist nur eine Folge. Stoffwechselstörungen und ein höheres Herzinfarktrisiko gehen ebenfalls auf das Konto des beständigen Zivilisationslärms der modernen Zeit. Übergroßer und regelmäßiger Lärm hat zudem auch direkte Auswirkungen auf unser Hörorgan. Die feinen Haarsinneszellen im Innenohr, die Schall weitertransportieren, werden durch zu großen Lärm geschädigt und sterben ab. Im schlimmsten Fall droht ein Hörverlust, der dann nur mit Hilfsmitteln und lediglich bedingt reversibel ist. Auf natürliche Weise wachsen diese Zellen nicht nach, medizinisch gibt es bislang nur die Möglichkeit, mithilfe von Hörgeräten einen Ausgleich zu schaffen. Wer Hörverlust oder Tinnitus aufgrund von Lautstärke und stetigen Geräuschen vermeiden möchte, greift zum Gehörschutz. So werden die Haarsinneszellen und auch das Trommelfell möglichst lange gesund gehalten.

Wie laut ist zu laut?

Geräusche ab 80 dB (Dezibel) haben langfristige Auswirkungen auf unsere Gesundheit. Ein normales Gespräch beispielsweise wird mit durchschnittlich 40 bis 50 dB angegeben. Normaler Straßenverkehr liegt ein wenig darüber. An Hauptverkehrsadern oder an Zuggleisen steigt der Schallpegel auf 80 dB und darüber an. Flugzeuge, Musik in Diskotheken, Silvesterböller, Ohrfeigen und Presslufthammer liegen weit darüber – je näher die Schallquelle am Ohr ist, desto höher der Dezibel-Wert, die Maßeinheit für den Schalldruckpegel.
Auch wenn erst Geräusche ab 80 dB Schädigungen des Ohrs nach sich ziehen, kann ab 40 dB bereits die Konzentration erheblich gestört werden. Das Gehör wird hier zwar nicht beeinträchtigt, die Psyche aber kann leiden.

Wer ist besonders gefährdet?

Das Risiko für irreversible Schäden im Ohr ist besonders dann hoch, wenn der Beruf eine laute Umgebung mit sich bringt. Auf Baustellen, in Fabriken oder im Forstbetrieb sind die Arbeitenden einem ständigen Lärmpegel ausgesetzt, ebenso Berufsmusiker. Besonders hier sollte, wenn es möglich ist, Gehörschutz getragen werden. Mittlerweile gibt es ausgefeilten Gehörschutz, der sogar regulierbar ist oder nur bestimmte Frequenzen mindert. Im-Ohr-Gehörschutz ist kaum zu sehen und eignet sich damit für jeden, auch für den Clubbesuch am Wochenende.
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Welche Gehörschutzlösungen gibt es?

Der Markt für Gehörschutz ist riesig. Es gibt vier verschiedene Grundvarianten – Kapsel- und Bügelgehörschutz, standardisierte Ohrstöpsel und individuell angepassten Gehörschutz. Nicht alle Modelle eignen sich für jede Situation. In eine Diskothek oder auf ein Konzert wird kaum jemand mit Kapselgehörschutz gehen, der vor allem auf Baustellen getragen wird.

1. Kapselgehörschutz

Der klassische Gehörschutz für Berufstätige auf dem Bau besteht aus einem Bügel, an dem ohrumschließende Kapseln angebracht sind. Die Hartkunststoffschalen sind am Rand gut gepolstert und legen sich komplett um das Ohr. So verhindern sie auch das Eindringen von Schall über die um den Gehörgang liegenden Hörknochen. Dieser Kapselgehörschutz eignet sich für unterschiedliche Lärmsituationen, da es sie mit unterschiedlichen Dämmwerten gibt. Auch für Kinder ist diese Art des Gehörschutzes in kleineren Ausführungen erhältlich. Manche Modelle haben eine aktive Elektronik integriert, mit deren Hilfe Sprache oder Warnsignale weiterhin gut wahrgenommen und lediglich manche Frequenzbereiche und/oder laute Impulse (Knall, Maschinengeräusche) reduziert werden.

2. Bügelgehörschutz

Diese Art des Gehörschutzes eignet sich besonders dann, wenn man nur zeitweise einen Schutz benötigt. Dank des dünnen, leichten Bügels und der daran befestigten Ohrstöpsel kann diese Variante bei Nichtgebrauch bequem um den Hals getragen werden. So sind die Ohrstöpsel vor Schmutz geschützt und gehen nicht verloren. Wird die Arbeitsumgebung lauter, ist der Gehörschutz direkt wieder griffbereit und unmittelbar verwendbar.

3. Ohrstöpsel

Ohrstöpsel kennt jeder und hat sicher jeder schon einmal ausprobiert. Es gibt sie aus Silikon, speziellem Wachs oder aus Schaumstoff, zur einmaligen oder mehrmaligen Verwendung. Standardisierte Ohrstöpsel in unterschiedlichen Größen gibt es in jeder Apotheke und auch online zu kaufen. Besonders weiche Stöpsel eignen sich zum Schlafen. Ohrstöpsel in verschiedenen Ausführungen für die unterschiedlichsten Geräuschsituationen gibt es wie Sand am Meer. Wichtig ist, dass die Ohrstöpsel optimal passen. Jedes Ohr ist anders, aus diesem Grund gibt es mehr oder weniger angenehme Stöpsel. Hier hilft es, auszuprobieren, bis die richtigen gefunden sind.

4. Individualisierte Ohrstöpsel-Otoplastiken

Wer mit Standardohrstöpseln nicht gut klar kommt oder einen Hörschutz möchte, der wirklich gut sitzt, kann sich einen Gehörschutz individuell anpassen lassen. Dazu wird ein Abdruck des äußeren Ohrs und des äußeren Gehörgangs durch einen Fachmann in Ihrer Nähe genommen. Dadurch ist der Gehörschutz genau an die Ohren des Trägers angepasst und gewährleistet optimalen Tragekomfort bei größter Funktionalität. Für solche Maßanfertigungen aus medizinischem Silikon oder wahlweise auch aus hartem Acryl muss man natürlich ein wenig tiefer in die Tasche greifen als bei Standardmodellen. Ein Vermögen kostet es jedoch nicht, bedenkt man vor allem, dass der maßangefertigte Gehörschutz bei der richtigen Pflege viele Jahre gute Dienste leistet. Auch hier gibt es natürlich High-Tech-Varianten, die regulierbar sind oder nur bestimmte Frequenzen herausfiltern.
Standard-Gehörschutz bei Lärm
Individueller Gehörschutz
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