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Es gibt hunderte Hörsysteme, die einen Hochtonabfall oder eine Schallleitungsstörung technisch gut ausgleichen. Die Kunst besteht darin, das für Ihr Hörempfinden richtige System zu finden. Damit ein Hörgerät seine volle Wirkung entfalten kann, muss es exakt angepasst sein. Das ist ein gegenseitiger Prozess. Gemeinsam mit der Akustikerin oder dem Akustiker tasten Sie sich in sechs Schritten an das optimale Hörsystem heran.

1. Erstberatung und Hörtest

Frau mit schwarzen Kopfhörer beim Hörtest
Wundern Sie sich nicht, wenn Ihnen Ihr Akustiker zunächst viele Fragen stellt. Zum Beispiel: Wann haben Sie bemerkt, dass Sie nicht mehr so gut hören? Welche Situationen bereiten Ihnen besondere Schwierigkeiten?

Gehen Sie gerne in die Oper oder lieber mit Freunden ins Restaurant? Welche Sportarten betreiben Sie? Ziel ist es, Ihren individuellen Hörbedarf zu ermitteln.
Um Ihre Hörleistung zu messen, werden Ihnen über Kopfhörer hohe und tiefe Töne vorgespielt. Sie sagen einfach nur, wann Sie etwas wahrnehmen. Damit will Ihr Akustiker Ihre persönliche Hörschwelle feststellen. Die Messergebnisse werden in einem sogenannten Audiogramm festgehalten.

Ein weiterer Test prüft das Sprachverstehen. Hier hören Sie Alltagswörter in verschiedenen Lautstärken, mit und ohne Hintergrundgeräusche. Nach jedem Wort wiederholen Sie, was Sie gehört haben. Das gibt dem Akustiker zusätzlich Aufschluss über die Art Ihrer Hörschwäche.

Schließlich wird Ihr Akustiker noch einen Blick in Ihre Ohren werfen. Mit Hilfe einer Lupe kontrolliert er, ob Gehörgang und Trommelfell in Ordnung sind. Diese Untersuchung ist völlig schmerzfrei.

2. Vorauswahl

Im nächsten Schritt treffen Sie mit dem Akustiker eine Vorauswahl. Er erklärt Ihnen, warum welches Modell für Ihren Hörverlust geeignet ist.

Sie können ein Muster in die Hand nehmen und am Ohr vergleichen. Zugleich legen Sie fest, ob es ein zuzahlungsfreies Gerät sein soll oder ob Sie bereit sind, für mehr Komfort einen Eigenanteil zu leisten.
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3. Ohrabformung

Im-Ohr-Geräte werden für Sie maßgefertigt. Dazu muss der Akustiker einen Abdruck von Ihrem Gehörgang machen. Das Gleiche gilt für viele Hinter-dem-Ohr-Geräte. Ein so genanntes Ohrpassstück verhindert zum Beispiel, dass Rückkopplungen entstehen. Der dazu nötige Abdruck ist vollkommen schmerzfrei. Bis daraus Ihr individuelles Ohrpassstück (Otoplastik) gefertigt wird, können zwei Wochen vergehen.

4. Probetragen

Zwei Männer spielen mit Jungen Fußball
Ist Ihr Ohrpassstück fertig, probieren Sie die ausgewählten Hörsysteme. Die Hörgeräte, mit denen Sie am besten verstehen, können Sie nun zwei Wochen kostenlos testen. Jetzt gilt es herauszufinden, ob die Hörgeräte wirklich zu Ihnen passen. Tragen Sie die Geräte in verschiedenen Alltagssituationen, zum Beispiel bei Unterhaltungen, beim Fernsehen oder Telefonieren. Konzentrieren Sie sich bewusst auf leise Geräusche wie das Rascheln der Zeitung oder das Zwitschern der Vögel. Hilfreich ist auch, sich Notizen zu machen. Dann fällt es Ihnen nachher leichter, dem Akustiker Ihre Eindrücke zu schildern.

5. Feinanpassung

Vielleicht spüren Sie schon während des Probetragens, dass noch eine Feinabstimmung nötig ist. Das ist normal. Zum einen beeinflusst die individuelle Krümmung, Weite, Länge und Gewebebeschaffenheit des Gehörgangs die Hörqualität. Zum anderen hat jeder Mensch ein anderes Klangempfinden. Um die Hörgeräte entsprechend einzustellen, müssen Sie diese eine Weile getragen haben. Beim nächsten Termin kann Ihr Akustiker dann störende Geräusche abdämpfen und Töne, die Sie nicht gut hören, verstärken. Sollten Sie mit dem Testsystem auf keinen grünen Zweig kommen, wird Ihnen Ihr Akustiker eine Alternative empfehlen.

6. Abschlusstest und HNO-Arzt

Wenn Sie das passende Hörsystem gefunden haben und mit den Einstellungen zufrieden sind, folgt ein abschließender Hörtest.

Den benötigen Sie für die Kostenerstattung der Krankenkasse. Zusätzlich verlangen viele Kassen eine ärztliche Verordnung.

Ihr Akustikfachgeschäft übernimmt die Abwicklung mit der Krankenkasse gerne für Sie.
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