Mo-Fr: 9:00 - 17:00 Uhr 0800 666 7777

Kräutergarten für die Ohren

Wenn der Gang zur Apotheke zu müßig ist und die Schmerzen noch nicht so groß, können oft auch Hausmittel aus Kräutern und Ölen Linderung verschaffen.

Damit Sie die Zeit zu Hause und das gute Wetter effektiv nutzen können, pflanzen Sie sich doch einen kleinen Kräutergarten an. Kräuter sind in der Regel pflegeleicht und benötigen wenig Platz. Sie sind aber in vielerlei Hinsicht nützliche Alleskönner, die nicht nur ein Essen aufwerten können, sondern auch die Gesundheit stärken. So können Kräuter zum Beispiel die Durchblutung fördern, Reize lindern, leichte Schmerzen abmildern oder auch die Konzentration stärken.

Wie Sie auch mit wenig Platz und ohne Garten einen tollen „Erste Hilfe“-Kräutergarten anbauen können und welche Kräuter gut für das Ohr sind, erfahren Sie hier.

Bitte beachten Sie, bei Fieber, starken Schmerzen oder wenn nach drei Tagen keine Besserung eintritt, sollten Sie immer einen Arzt konsultieren, um eine bakterielle Infektion oder andere schwere Ursachen auszuschließen.

Kleine Kräuterkunde – Gewürze für Gesundheit und Gehirn

Kräuter und Gewürze können einen sehr positiven Einfluss auf die Gehirnleistungen haben. Die zu Grunde liegenden Wirkstoffe begünstigen eine Verbesserung des Kurzzeitgedächtnisses, steigern die Konzentration und können verschieden Erkrankungen des Nervensystems vorbeugen. Das hilft dann auch unseren Ohren fit zu bleiben, denn arbeitet das Gehirn einwandfrei, können auch die vom Ohr weitergeleiteten Geräusche und Reize im Gehirn besser verarbeitet werden. 

Einige Gewürze und Kräuter lassen sich zu Hause nur schwer anpflanzen, so zum Beispiel Ginkgo, Chilli, Kurkuma, Zimt, Gewürznelken oder Pfeffer. Diese können Sie dann selbstverständlich über den Supermarkt oder das Reformhaus beziehen. Aber auch bestimmte Blüten wie Kamille, Arnika, Lindenblüten, Lavendel oder Holunder besitzen heilende und durchblutungsfördernde Eigenschaften und können nützliche Helferchen aus dem Garten sein.

Andere Kräuter bekommen Sie im Handel hingegen leichter. Die meisten Baumärkte oder auch Supermarktketten bieten inzwischen Online-Bestellungen an, sodass Sie sich die bevorzugten Sorten direkt nach Hause liefern lassen können. Viele davon gehören in den meisten Haushalten, zumeist getrocknet, zum Standard-Küchensortiment. So unter anderem:
  • Thymian
    • Verbessert die Aufnahme von Omega 3 Fettsäuren, die die Zellerneuerung stärken
    • wirkt antiseptisch
  • Salbei
    • verlangsamt den Abbau des Botenstoffs Acetylcholin und verlängert so die Spanne des Erinnerungsvermögens
    • wirkt entzündungslindernd
  • Oregano
    • hilft sich zu konzentrieren indem es die Aufnahme von Neurotransmittern unterstützt
    • filtert freie Radikale
  • Rosmarin
    • das enthaltene Carnesol sorgt für eine längere Lebensdauer von Neurotransmittern und beugt Zellschäden vor
    • wirkt entzündungshemmend
  • Melisse
    • Die ätherischen Öle mobilisieren den Botenstoff Acetylcholin und fördern so das Erinnerungsvermögen und die Lernfähigkeit
    • wirkt entspannend und virenhemmend
  • Pfefferminze
    • Die ätherischen Öle beleben und fördern die Konzentration
    • wirkt schmerzlindernd
  

Verarbeitung der Kräuter

Je nach Kräuterart können Sie die Heilkräuter in unterschiedlichen Varianten zum Einsatz bringen. So zum Beispiel klassisch als Tee, zum Gurgeln, als Duftöl für den Raum, als Tinktur oder als Wickel. Für letztere eignen sich bei Ohrenschmerzen jedoch eher Blüten oder Zwiebel.

Als Tee oder Duftquelle eignen sich Kräuter am besten. So können Sie über die Körperwärme oder die Atemwege am besten aufgenommen werden. Kräuter können Sie entweder pflücken und trocknen oder Sie gießen die gewaschenen Blätter direkt mit heißem Wasser auf. Bei einigen Heilkräutern macht es Sinn, die Blätter nach dem Zupfen und Waschen noch zu zerkleinern und nachher wieder aus dem Teewasser zu entnehmen, da sich sonst Bitterstoffe entwickeln können. Pfefferminze hingegen können Sie auch als ganze Blätter ins Wasser geben. Auch im Sommer sind Minzarten hervorragend geeignet, um kalten Getränken wie Wasser, Bowlen oder alkoholfreien Cocktails das gewisse Etwas an Geschmack zu verleihen. Eine Beigabe zu alkoholischen Getränken kann die Wirkung hingegen abmindern.

Wie bei Medikamenten sollten Sie auch Hausmittel nicht dauerhaft zu sich nehmen, sondern nur in akuten Fällen oder in geringen Mengen, nicht täglich. Es kann sonst entweder sein, dass eine Art Gewöhnungseffekt entsteht, welcher die Wirksamkeit beeinträchtigt oder auch unerwünscht Nebeneffekte ausgelöst werden wie Übelkeit oder Kopfschmerzen.  Außerdem reagiert jeder anders auf die Wirkstoffe der Hausmittel. Was bei dem einen wirkt, wirkt bei dem anderen vielleicht nicht so gut. Berücksichtigen Sie auch immer Allergien oder gesundheitliche Vorbedingungen. Wenn Sie sich unsicher sind, was Sie besser nicht nutzen sollten, dann informieren sich bei Ihrem Arzt oder Apotheker über Wechselwirkungen zum Beispiel auch mit anderen Medikamenten. In Maßen genutzt, sind Kräuter jedoch eine tolle erste Anlaufstelle zur Unterstützung der Gesundheit und des Wohlbefindens und die Gartenpflege eine super Freizeitbeschäftigung.

Kräutergarten leicht gemacht

Egal, ob Sie einen großen Garten mit viel Platz haben, nur einen kleinen Balkon oder nur Platz in der Küche. Für jede Raumsituation gibt es Lösungen für optisch schöne und funktionale Kräutergärten. Im Internet findet sich alles von kleinen Hochbeeten aus unterschiedlichen Materialen, direkt zum Kauf, aber auch unzählige Selbstbauvarianten.
Am unaufwendigsten lassen sich die Kräuter natürlich im Gartenbeet oder in kleine Töpfe einpflanzen. Manche Kräuter wachen in kleinen Behältnissen sogar besser und über das ganze Jahr hinweg. Wer zu Hause aber nicht genug Platz auf der Fensterbank hat oder optisch gerne etwas ausgefallenes sucht findet hier vielleicht ein paar Ideen.
  • Tontöpfe sind in der Regel zwar am umweltfreundlichsten, leider aber auch sehr schwer. Die Töpfe lassen sich also am besten direkt auf einer geraden Fläche abstellen. Achten Sie darauf, dass die Töpfe unten ein Loch haben, damit zu viel Wasser abfließen kann und die Kräuter so nicht schimmeln. Am besten Sie stellen auch einen kleinen Unterteller als Auffangbehältnis darunter, sonst läuft das Wasser noch an ungewollte Stellen in der Wohnung. Optisch etwas spannender ist es, wenn Sie die kleinen Töpfe auf dem Boden zu einer Pyramide stapeln, egal ob versetzt oder vom größten zum kleinsten Topf.
  • Sogenannte Balkonkästen können Sie auch am Balkongeländer einhängen oder Sie schrauben Sie übereinander an Geländer oder Wände. Aber auch andere Gefäße wie Metalleimer oder Holzkisten eignen sich. Hier sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt.
  • Auch Pflanzentreppen oder Pflanzensäcke sind ein Hingucker und eignen sich sehr gut bei wenig Platz. Für Treppen oder Regale reichen oft schon ein paar Winkel und Bretter oder alte Paletten. Bauanleitungen finden sich unter dem Begriff „Urban Gardening“ zu Hauf.
  • Für den „indoor“-Kräutergarten können Sie Topfkonstruktionen verwenden, die von der Decke hängen, nutzen Hochregale oder wandeln ein Gewürzregal mit kleinen Behältern um in eine Kräuterwand. Je kleiner allerdings die Behältnisse, desto begrenzter auch die Lebensdauer der Kräuter. Wer keine Töpfe zur Hand hat und nicht erst in den Baumarkt fahren will, kann auch Eierkartons für die Setzlinge nutzen. Genauso eignen sich aber auch alte Dosen, leere Einmachgläser, zugeschnittene Mehrwegflaschen oder die alten Joghurtbecher. Auch finden sind unter dem Begriff „Upcycling“-Kräutergarten so manch verrückte Ideen.







Achtung, nicht alle Kräuter mögen die heiße Sonne! Wenn Sie also auch im Sommer etwas von Ihren Kräutern haben wollen, nutzen Sie lieber indirekte Sonneneinstrahlung oder spannen Sie ab und zu mal den Sonnenschirm auf.  Informieren Sie sich am besten vorher, welche Bedingungen und Pflege für die jeweiligen Kräuter maßgeblich sind, damit Sie diese lange genießen können.

Wir wünschen Ihnen jetzt viel Spaß beim Basteln und Testen. Bleiben Sie gesund.